In den vergangenen Tagen wurden wieder viele Stimmen gegen die Electronic Sports League laut. So langsam scheint sich der Betreiber nun auch tatsächlich ein wenig ins Abseits zu manövrieren. Natürlich ist die Rede von den zwei Vorfällen in Starcraft 2 und Counter-Strike 1.6. Doch fangen wir erst einmal mit einer etwas älteren Geschichte an.
Knapp 1 Jahr ist es nun her, dass die ESL ihr Regelwerk in Fifa für SK Gaming geändert hat. Damals gab es noch den Spielmodus 5on5 in Fifa. Dieser wurde dann auf Bitten von SK in einen 3on3 Modus geändert, da SK nur mit den Schellhase Brüdern und einem weiteren Spieler antreten wollte. Dieser Bitte kam die ESL natürlich nach und änderte kurzerhand einfach den Spielmodus. Schon zu dem Zeitpunkt gab es einige Leute in der ESL die sich fragten, warum denn solch ein harter Eingriff ins Regelwerk für nur einen Clan gemacht wird.
Nun stehen wir in Starcraft 2 genau vor dem gleichen Ergebnis. Der Spieler

Dario 'TheLittleOne' Wünsch hatte vor ein paar Monaten die Idee sich als Progamer in Korea zu beweisen. Nach nur 3 Monaten kehrte dieser nun gestern wieder nach Deutschland zurück. Damit die Qualität in der ESL Pro Series auch in der nächsten Season gewehrleistet ist, dachte sich die ESL, dass sie einfach mal das Regelwerk ein bisschen neu anpasst. Zu beachten ist dabei, dass es nur auf Grundlage eines Spielers geschieht. Am vergangenen Sonntag endete die Einschreibefrist in der Starcraft 2 EAS für die Zulassung zur ESL Pro Series Season 18. TLO jedoch kam gestern erst nach Deutschland zurück und verpasste somit die ursprüngliche Deadline. Die ESL hat daraufhin einfach mal die Anmeldefrist verlängert, damit sich TLO noch einschreiben kann und für den Aufstieg in die EPS berechtigt wäre. Warum ändert die ESL das Regelwerk für einen Spieler mit mehr Skill? Für keinen anderen Spieler, welcher vielleicht unbekannter ist, hätte die ESL dieses getan. Da kommen dann wieder die Fragen auf, ob die ESL vielleicht versucht die eigenen Ligen zu lenken und den tatsächlichen Ablauf zu steuern. Es steht natürlich außer Frage, dass TLO ein Topspieler ist, der die EPS sicherlich extrem bereichern würde. Doch unter dem Motto "Gleiches Recht für alle" läuft es in der ESL scheinbar nicht mehr.
Als letzte richtig krasse Negativleistung der ESL bleibt vielleicht in Counter-Strike 1.6 das Team

Alternative.Gaming zu nennen. Bereits vor der Partie gegen

Bouncer4You.Gaming hatte aT einen Stand von 30% Preisgeldabzug. Das EPS Regelwerk besagt, dass bei Teamspielen ein maximales Cap von 35% Preisgeldabzug steht. In der Partie gegen B4Y.Gaming hab es dann nun einige gravierende Vorfälle. Zum einen scheint es schier unglaublich, dass ein Spieler, welcher eine rassistische Äußerung in einem EPS Spiel von sich gibt, nur 2 Tage in der EPS gesperrt wird, aber 3 Monate für alle anderen Ligen. Ein solcher Spieler hat generell in der EPS nichts verloren. Er durfte aber laut Aussage der Admins an dem besagten Spieltag wieder spielen. Als weitere Sache bleibt dort zu nennen, dass ein Spieler das komplette Spiel über mit den Clientsettings "net_graph 3" gespielt hat. Dieses ist seit einiger Zeit in der EPS verboten und wurde schon einige Male in den Ligen der ESL hart bestraft. Als Entschuldigung brachte dieser Spieler die Aussage, dass er es vergessen habe nach den Smoke- und Modelscreens wieder auszuschalten. Die gesamte Partie ging über 30 Runden, sprich der vollen Distanz einer Partie. Wie schafft man es da nicht zu bemerken, dass man diese penetrante Einblendung der Netzwerklast, noch an hat? Auch Beleidigungen wurden während der Partie im öffentlichen Gamechat geäußert. So wurde der Spieler

Timo 'TYMO' Verholen als "Schwabbel" betitelt. Und nun kommen wir zu dem eigentlichen skandalösen an der Sache. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurde noch nicht ein einziger Strafpunkt an Alternative vergeben. Das Match zwischen den beiden Teams muss wegen der Clientsettings wiederholt werden. Da Alternative aber bei richtiger Anwendung des Regelwerks aus der EPS gekickt werden würde, tun sich die Admins mit der Kommunikation ein wenig schwer. Scheinbar will man nicht noch einen Kandidaten aus der EPS verlieren. Jedoch geschieht dies auf eine Art welche extrem unfair den anderen Teams gegenüber ist.
In gewisser Weise wird durch solche Handlungen durchaus der Verlauf beeinflusst. Einige Spieler und Teams genießen scheinbar Sonderrechte. Selbst wenn die ESL einfach nur schönen eSport in den Topligen zeigen will, sollte die Fairness nicht darunter leiden.
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